Hafen auf Wachstumskurs

PRESSEMITTEILUNG

(Krefeld – 30.01.2012). Güterumschlag beim Rheinhafen steigt. Hafen-bahn erneut mit Rekordergebnis.

Die amtlichen Zahlen des statistischen Bundesamtes zum Güterverkehr 2011 liegen zwar noch nicht vor, die bisherigen Veröffentlichungen gehen aber von moderaten Zuwächsen im Schiffstransport und deutlichen Steige-rungen im Schienengüterverkehr aus.

Beim Schiffsumschlag liegt der Rheinhafen Krefeld in diesem Trend. Im vergangenen Jahr behinderten stark wechselnde Wasserstände des Rheins und die wochenlange Sperrung durch die Tankerhavarie bei St. Goarshausen den Schiffsverkehr stärker als in vergangenen Jahren. Nach einem sehr schwachen ersten Halbjahr konnten die Verluste aber aufgefan-gen werden, so dass im Jahresergebnis 2011 über 3,35 Millionen Tonnen im Hafen Krefeld umgeschlagen wurden. Dieser rund einprozentigen Steigerung im Schiffumschlag stehen aber mas-sive Steigerungen bei der hafeneigenen Eisenbahn gegenüber. Nachdem schon 2010 ein Rekordergebnis erzielt werden konnte, gelang im letzten Jahr nochmal eine Steigerung um über 25 Prozent auf über 1 Millionen Tonnen transportierte Güter. Ein vergleichbar gutes Ergebnis hat es seit 1973 in Krefeld nicht mehr gegeben.

Im Gesamtergebnis wurden 2011 in Krefeld 4,365 Millionen Tonnen abge-fertigt. Das sind über 240.000 Tonnen mehr als im Vorjahr (+5,8%). Die Entwicklung im Krefelder Container Terminal (KCT) war besonders erfreulich. Die Zahl der Handlings konnte um 88 Prozent gesteigert werden und lag 2011 bei 107.430 TEU. „Gerade die Entwicklung der Hafenbahn in den letzten fünf Jahren mit einer Verdopplung der Transportmenge macht deutlich, dass wir am Wirt-schaftsstandort Krefeld ein besseres Angebot für den Schienengüterverkehr brauchen. Der Ausbau unseres Hafenbahnhofs in Linn hat deshalb bei unse-ren Projekten die höchste Priorität.“ erläutert Geschäftsführer Rainer Schä-fer die Schwerpunktlage der Hafen Krefeld GmbH & Co. KG.

Die Aktivitäten der letzten Jahre zeigen natürlich auch positive Effekte auf die Finanzlage des ehemals rein städtischen Betriebes. Seit Beginn der stra-tegischen Partnerschaft mit den Neuss-Düsseldorfer Häfen konnte das De-fizit jedes Jahr halbiert werden. „Wir arbeiten noch am Jahresabschluss 2011, aber das Ergebnis wird nur noch leicht im negativen Bereich sein. Wenn die Entwicklung so positiv weitergeht, sind wir 2012 in der Gewinnzone“, zieht Elisabeth Lehnen das betriebswirtschaftliche Fazit.

Der Rheinhafen hat das Potential, um Wachstumsmotor für Stadt und Um-land zu werden. Grundvoraussetzung ist eine funktionierende Verkehrsan-bindung und ein leistungsfähiges Straßennetz im Hafen. Als zunehmend problematisch erweist sich in diesem Zusammenhang auch die denkmalge-schützte Drehbrücke, die nur noch einspurig befahrbar ist. Nach Verkehrs-gutachten zur Hafenentwicklung (IVV Aachen 2008/2011) wird die Kapa-zität der Brücke spätestens 2015 nicht mehr ausreichen, um die Hafenver-kehre aufzunehmen.

Für den Rheinhafen begrüßt Rainer Schäfer das eindeutige interfraktionelle Votum im Krefelder Planungsausschuss: „Wenn sich alle Beteiligten einig sind, können wir sicher eine Lösung finden - unabhängig davon welche Tei-le der Brücke besonders denkmalwürdig sind. Wir brauchen jetzt alle an einem Tisch, um zukunftsfähige Konzepte für die B288 und die Querung der Hafeneinfahrt realisieren zu können.“