Junges Unternehmen mit Tradition

Quelle: http://www.extra-tipp-krefeld.de/

Serie: Industriebetriebe / Heute: Der Krefelder Rheinhafen, 1906 gebaut, ist seit 2008 in privater Hand

Größere zusammenhängende Flächen mit trimodaler (Wasser, Schiene, Straße) Anbindung sind in der deutschen Wirtschaft überaus begehrt. Der Krefelder Rheinhafen bietet genau das.

Krefeld (reu). 420 ha groß, 4,4 Millionen Tonnen Umsatzleistung, 7,5 Millionen Euro Umsatzerlöse: Der Krefelder Rheinhafen ist nicht nur der drittgrößte Binnenhafen in NRW, sondern auch einer der erfolgreichsten. Seit 2008 entstand aus den ehemaligen Hafen- und Bahnbetrieben Krefeld durch die Kooperation mit den Neuss-Düsseldorfer-Häfen (NDH) die heutige Hafen Krefeld GmbH & Co. KG. Seit dieser Neuaufstellung ist am Krefelder Rheinufer eine ganze Menge passiert. Die Reaktivierung des Containerterminals und die Ansiedlung des ThyssenKrupp Steel Service Cen­ters sind die markantesten Beispiele für die postive Entwicklung.

Doch auch für weitere „hafenaffine Nutzungen“, also Unternehmen mit der Notwendigkeit eines direkten Zugangs zum Wasser und Gleisanschluss, stehen noch Gewerbe- bzw. Industrieflächen zur Verfügung. Letzteres gehört definitiv mit zum Erfolgskonzept des Krefelder Hafens. „Wir im Speziellen zeichnen uns durch unsere Trimodalität aus und machen uns so durch unsere Flexibilität attraktiv“, erklärt Elisabeth Lehnen, Geschäftsführerin des Rheinhafen Krefeld. Der Hafen verfügt nicht nur über die Anbindung zum Rhein und die auf die Straße, sondern unterhält zusätz­lich noch ein eigenes über 50 Kilometer langes Schienennetz mit sechs Lokomotiven.

„Durchdie Vernetzung der Wasserwege mit Straße und Schiene ist der Krefelder Rheinhafen ein trimodaler Verkehrsknotenpunkt von wachsender Bedeutung, nicht nur am linken Niederrhein“, sagt Sascha Odermatt, Geschäftsführer des Rheinhafen Krefeld. „Thyssen Krupp ist ein Glücksfall“ Dies war auch für die jüngste Niederlassung auf dem Hafengebiet entscheidend. ThyssenKrupp entschloss sich sein Stahl-Service-Center (SSC) aus dem Konzernbereich Materials Services am Hafen anzusiedeln. Rund 60 Millionen Euro hat das Unternehmen Thyssen Krupp Steel Europe, dem die Service-Center damals noch zugeordnet waren, 2008 in das neue Stahl-Service-Center im Rheinhafen investiert und der Stadt damit rund 300 Arbeistplätze beschert. Hier werden soge­nannte Stahlcoils zum Teil per Schiff an der eigens gebauten Anlegestelle im Wendebecken des Rheinhafens angeliefert und mit Hilfe der gewaltigen 40-Tonnen-Kran-Anlage direkt in den La­gerbereich gefahren. Auch in direkter Nachbarschaft könnte bald Vollzug gemeldet werden. „Wir stehen in sehr weiten Verhandlungen mit einem möglichen neuen Partner“, so Lehnen. Dieser soll dann am Wendebecken eine Fläche von 190.000 Quadratmetern beziehen. Damit wäre dann die hafeneigene Fläche komplett vergeben.

„Der Krefelder Rheinhafen hat das Potenzial, um Wachs­tumsmotor für Stadt und Umland zu werden. Hilfreich dabei ist die verbesserte Verkehrssituation durch die Hafenringstraße, die die Drehbrücke entlastet“, so Odermatt. Doch das soll nicht das Ende sein. „Wir würden uns natürlich die Umsetzung der Betuwe-Linie wünschen. Darüber hinaus wird sich in rund zehn Jahren der Güterverkehr um ein vielfaches erhöhen, somit stoßen auch wir an unsere Grenzen und müssen uns vergrößern.“