Der Hafen ist auf Wachstumskurs



Quelle: WZ / Donnerstag, 3. September 2015 / Chrismie Fehrmann

Der Verkehr soll besser angebunden werden. Geld für die Drehbrücke steht bereit.

Der Krefelder Hafen nimmt eine rasante Entwicklung und befindet sich auf Wachstumskurs. Damit dies auch so bleibt, stellen die Geschäftsführer Elisabeth Lehnen und Sascha Odermatt in der Bezirksvertretung (BZV) Uerdingen Vorhaben für die Zukunft vor und bitten die Politiker um Unterstützung.

Magazingebäude
„Wir sind für Denkmalschutz“ betont Odermatt. „Aber das Lagerhaus, das alte Magazingebäude Am Hafenkopf 4, steht schon weit im Containerterminal, es steht im Weg. Wir sind in diesem Fall für einen Abriss.“ Allgemein solle Denkmalschutz das wirtschaftliche Wachstum des Hafens und seiner Anlieger nicht behindern und eine hafenfreundliche Nutzung nicht unmöglich machen.“ Die alten Bauwerke am Hafenkopf sollen unangetastet bleiben. Die Sozialdemokraten in der BZV hatten bereits einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Mit Mehrheit stimmten die Politiker für den Abriss des genannten Gebäudes. 

Infrastruktur
Die Infrastruktur ist ein weiteres Thema. „Firmen siedeln sich an„, berichtet Odermatt.“ „Wie kann der Verkehr störungsfrei abfließen?“ Hier geht es um die Anbindung der Mündelheimer Straße an die B 288, zu der bereits eine Anhörung der betroffenen Anlieger stattgefunden hat. In der nächsten BZV-Sitzung soll es dazu Informationen geben. Bezirksvorsteher Hengst erklärt vorab, dass die Planung und Durchführung für diese Nordanbindung alleine durch Krefeld entwickelt werden könne. „Bund und Land sind nicht involviert, so dass wir zügig vorankommen.“ Die Hafen-Chefs plädieren dafür, die Möglichkeit einer südlichen Anbindung des Hafengebiets an das überregionale Straßennetz aufrechtzuerhalten. Odermatt: „Perspektivisch gedacht sollte die Anbindung an die A 57 erfolgen.“ Damit die Arbeitnehmer der neu angesiedelten und noch kommenden Firmen mobil sind, soll der Hafen besser vom ÖPNV erschlossen werden. Auch die ist ein Wunsch. Übrigens haben sich die Chefs noch nicht vom Hafenbahnhof, dem Transterminal Krefeld (TTK) verabschiedet. „Er muss irgendwann kommen und wäre 2023 f örderfähig.“ Schneller wird es mit der Drehbrücke gehen. „Für sie haben wir einen sechsstelligen Betrag ertüchtigt.“

Steiger
Um den wasserseitigen Zugang und die touristische Erschließung des Stadtteils Uerdingen zu gewährleisten, sei eine finanzielle Unterstützung der Stadt für die Sanierung des Steigers erforderlich, findet Odermatt. „Der Ponton muss verstärkt werden und die Vertäuung entspricht nicht den Vorgaben, damit dort über 100 Meter lange Schiffe anlegen können.“ Angela Schoofs (SPD): „Die Stadt ist mit 51 Prozent am Hafen beteiligt, das ist mit einer Verpflichtung für einen gestärkten Wirtschaftsstandort verbunden.“

Erweiterung
300 000 Quadratmeter Hafengelände sind vermarktet. Auch wenn es noch 85 000 Quadratmeter gibt, ist eine Ausdehnung nach Meerbusch wünschenswert. Hengst: „Die Nachbarn sind nicht mehr so abgeneigt.“ Zudem beabsichtigt die Hafen Krefeld GmbH eine Aktivierung des „Süd-Hafens Krefeld“ als Schüttgut-Umschlagsstelle . An der Bataverstraße ist auf einer Länge von 188 Metern entlang der vorhandenen Kaimauer eine Schiffsanlegestelle vorgesehen, damit der Hafen verstärkt eigene Umschlagsleistungen von Massengut anbieten kann. Der B-Plan kommt in die Offenlage.