Expansion des Jahres


Quelle: Rheinsche Post / Stadtpost C2 / 29.12.2016

„JAHRESÜBERBLICK“
Expansion des Jahres (sti)

Für den Rheinhafen war 2016 ein Erfolgsjahr. Nach Jahren wirtschaftlicher Schwierigkeiten meldete er zum ersten Mal schwarze Zahlen. Insbesondere das Geschäft der Hafeneisenbahn florierte und die Ansiedlungspolitik glückte. Inzwischen ist der Hafen an seine Kapazitätsgrenzen gelangt, hat kaum noch Flächen zur Verfügung. Im Hafenwurde allerorten gebaut, mit dem Hafenring eine neue Erschließung fertiggestellt.

Augenfällig sind die riesigen neuen Logistikhallen mit Hochregallagern. Sowohl die Baumarktkette Bauhaus als auch die Handelsgesellschaft VGG haben ihre Zentrallager bezogen. Für Bauhaus ist der Krefelder Hafen die Drehscheibe fürs europäische Geschäft. VGG bezieht dort seine Weiße Ware (Geschirrspüler, Trockner und Wasch-maschinen) aus Fernost und verteilt sie in die Fachmärkte.

Auch der Holzhändler Brockmann hat seine neue Firmenzentrale nach Krefeld verlegt. Die Westfalen AG hat den Bau eines Tanklagersam Wendebecken angekündigt, und die VGG vermietet drei ihrer Hallenan den Online-Versandhändler und Branchenriesen Amazon.

Weniger erfolgreich waren bislang die Anstrengungen der Politik, den Nachbarn Meerbusch davon zuüberzeugen, einer Hafenerweiterung nach Süden und einer Hafenanbindung im Süden zuzustimmen. Eine Bürgerinitiative sorgte mit Unterstützung der Meerbuscher Verwaltung sogar dafür, dass diese Optionen im Regionalplan ins Hintertreffen gerieten. Der Fokus liegt nunauf einer Hafenerschließung im Norden über die B288.

Allein für Fressnapfs Importlagerstand steht kein Platz mehr bereit. Die europäische Marktkette für Tierbedarf mit Zentrale in Linn wählte einenStandort nur wenige tausend Meter Luftlinie von Krefeld entfernt im Duisburger Hafen – im Logport in Rheinhausen.