Das 19. Jahrhundert

Zu Beginn der Industrialisierung überholte Krefeld mit seiner starken Textilindustrie die Nachbarstädte. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Krefeld die Idee eines direkten Zugangs zum Rhein und eigenem Binnenhafen mit einer zusätzlichen Kanalverbindung zur Maas. Verschiedene Varianten wurden entwickelt und verworfen, bis die Krefelder Stadtverordnetenversammlung 1901 den Beschluss fasste, einen Rheinhafen auf Linner Gebiet zu bauen und Krefeld per Bahn anzubinden. Dazu war kurz zuvor Linn nach Krefeld eingemeindet worden.

 

Die Planungen für einen Verbindungskanal zur Maas wurden allerdings nicht ganz aufgegeben und im Entwurf des Hafens der nachträgliche Bau des Kanals möglich gehalten. 1903 wurden die Pläne genehmigt und am 10. Mai mit den Bauarbeiten begonnen. Eine natürliche Rheininsel nördlich des alten Floßhafens blieb weitgehend erhalten und bildete den Hafenkopf. Bis zu 1.000 Arbeiter waren über 30 Monate damit beschäftigt, drei Millionen Kubikmeter Erdreich zu bewegen.