Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – ein Thema für einen Industriehafen?

Wie ein multimodaler Standort wie der Rheinhafen Krefeld zum Erreichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und der Agenda 2030 beitragen kann.

Wer einmal eine Rundfahrt durch einen der Häfen in der Region gemacht hat, der ist vielleicht immer noch beeindruckt von den riesigen Containerterminals, dem geschäftigen Treiben an den Anlegestellen, der Vielfalt der angesiedelten Unternehmen, dem Schienen- und dem Straßennetz. Doch nicht jeder findet daran Gefallen. Manche ärgern sich über Lärm, Staubentwicklung, Gerüche oder den Verkehr. Genau hier liegt ein Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen, das die gesamte Region betrifft. Umso wichtiger ist es, die Bedeutung des Rheinhafen Krefeld als viertgrößten Binnenhafen in NRW für die Wirtschaft und damit für die Versorgung und das Wohlergehen aller aufzuzeigen. Die Häfen sind Drehkreuze für den Warenverkehr – vom Schiff auf die Bahn und den Lkw und umgekehrt. Die Tri-Modalität als logistische Kombination aller drei Verkehrsträger bietet große Potenziale und hat im Sinne des Titelthemas dieser Magazinausgabe nachhaltig positive Auswirkungen auf Verkehrsaufkommen und Klimaschutz. Zur CO2 Reduzierung bietet sich die Wasserstraße ebenso an wie die Schiene. Die Corona-Krise macht deutlich, welche Bedeutung eine funktionierende Logistik-Struktur für die Versorgung hat und welche positive Rolle da ein Binnenhafen spielen kann.

Wenn wir tiefer in die Prozesse des Rheinhafen Krefeld blicken, stoßen wir auf eine Vielzahl von sichtbaren aber auch verdeckten Initiativen und Faktoren, die direkt und indirekt die Nachhaltigkeitsziele der internationalen Staatengemeinschaft unterstützen. Die Geschäftsführung des Rheinhafen Krefeld arbeitet gemeinsam mit Projektpartnern und der Stadt Krefeld derzeit an Konzepten, die den Rheinhafen Krefeld im Sinne der Agenda 2030 noch nachhaltiger aufstellen sollen.

Als Bindeglied stehen im Zentrum Partizipation und Kooperation. Die Sensibilisierung und Partizipation der Mitarbeiter, die enge Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten, der Bevölkerung und die Einbindung der Gesellschafter Stadt Krefeld und Neuss Düsseldorfer Häfen haben dabei höchste Priorität. Viele Maßnahmen konnten bereits abgeleitet werden (Ziel 17). Besondere Aufmerksamkeit gilt der Forcierung von Begrünungsmaßnahmen, umweltschonender Bautätigkeit, der Anwendung von Ansiedlungskriterien und der Einhaltung aller Vorschriften zum Schutz von Wasser, Luft und Natur (Ziele 15 und 16). Eine an die Nutzung der Verkehrsträger Wasser und Schiene gekoppelte Ansiedlungsauswahl sorgt direkt für eine Reduzierung von CO2. Zu diesem Zweck soll das lokale und regionale Schienennetz weiter ausgebaut werden. Es gilt ebenfalls, die Hafen- und Umschlagsanlagen zu modernisieren, um die Infrastruktur künftig noch besser auszulasten und den Kunden eine optimale Dienstleistung anbieten zu können. Der Hafen Krefeld tritt dafür mit Engineering, Planung und Vorfinanzierung massiv in Vorleistung. Das verstärkt die Anbindung an die Seehäfen und das internationale Schienennetz (Ziele 13, 11 und 9).

Die Digitalisierung verschiedenster Bereiche und Prozesse sorgt für Effizienzsteigerung in den operativen und kaufmännischen Abläufen. Auch die Investition in neues Equipment (z.B. die Anschaffung frisch revidierter Loks für die Einsätze bei der Hafenbahn und im regionalen Schienengüterverkehr) und die Beteiligung an Projekten zur Förderung alternativer Antriebe stehen im Zusammenhang mit den Zielen 4, 9 und 12.

Ein Augenmerk liegt zukünftig auch auf der Personalentwicklung – Schulungen, Long Life Learning und Chancengleichheit bei den Berufsbildern – auch wenn der Hafen- und Bahnbetrieb bislang doch eher eine maskulin besetzte Branche ist. Durch die Investitionen in Technologie, der Neubesetzung von Planstellen mit

Der Rheinhafen Krefeld als „Botschafter“ für die Agenda 2030 und die Nachhaltigkeitsziele der UN.

Quereinsteiger(inne)n, einer verbesserten Kommunikation nach innen und nach außen, einem aktiven
Gesundheitsmanagement sowie der Einbindung von Home Office-Angeboten soll die Arbeitgeberattraktivität weiter gesteigert werden und den Zielen Ziele 3, 4 und 5 Rechnung getragen werden.

Als „Mobilitätsdienstleister“ mit jahrzehntelanger Erfahrung im Güterbereich soll auch die Mitarbeit an übergreifenden Projekten wie dem städtischen Mobilitätskonzept und Smart City-Ansätzen vorangetrieben werden. Mit verstärkter Anbindung an den ÖPNV und auch an das Radwegenetz will sich der Industriehafen als Mobilitätsplattform etablieren und der für unsere Wirtschaft so wichtigen Industrie ein an Nachhaltigkeitszielen ausgerichtetes Zuhause bieten (Ziele 9, 11, 13 und 17). Die Hafengeschäftsführung ist überzeugt, dass Industrie, Logistik, Infrastruktur und wirtschaftliches Arbeiten nachhaltig gestaltet werden kann und die bislang erfolgreiche soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung des Rheinhafens auf eine neue Stufe gehoben werden kann. Die Resonanz auf die Neuausrichtung und die ersten Veränderungen fiel sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Kunden sehr positiv aus.

(Verantwortlich: Fr. Jutta Maritzen Prokuristin und „Stabsdienst Nachhaltigkeitsmanagement“)

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